Schleifen von Parkett mit Walzenschleifmaschine



Zum schleifen von Holzfußböden benötigt man vor allem Bandschleifmaschinen wie die Menzer 750E oder Walzenschleifmaschinen sowie Tellerschleifmaschinen wie die Einscheibenschleifmaschine Menzer ESM 406. Für die Randbereiche und unter Heizkörpern werden kleine Tellerschleifmaschinen eingesetzt wie die Randschleifmaschine Menzer RSM 150.

Zur Vorbereitung der Oberflächenbehandlung oder im Verlauf von Renovierungsarbeiten muss Parkett geschliffen werden. Hierzu müssen Überstände die zwischen einzelnen Parkettstäben oder Dielen vorhanden sein können egalisiert werden. Es sollte eine gleichmäßige Oberfläche hergestellt werden. Um einen Parkettfußboden fachgerecht zu schleifen sind mehrere Schleifgänge mit verschiedenen Körnungen notwendig.

Während nach dem ersten Schliff mit der gröbsten Körnung sämtliche Überstände beseitigt sein müssen, dienen die nachfolgenden Schleifgänge lediglich der Verfeinerung der Parkettoberfläche. Die Anzahl der erforderlichen Schleifgänge richtet sich nach Größe und Umfang der Überstände und der Holzart sowie nach den Anforderungen die an die Oberfläche gestellt werden. Der letzte Schliff richtet sich nach den Verarbeitungsvorschriften des Lack oder Parkettölherstellers.

Nachdem die Oberfläche des Parkettfußbodens gründlich mit einem Staubsauger gereinigt wurde, die Walzenschleifmaschine mit groben Schleifbändern bestückt und der Schleifdruck auf höchste Druckstufe fixiert wurde, kann mit dem Grobschliff des Parketts oder der Dielen begonnen werden. Um durch ruckartiges Aufsetzen keine Vertiefungen im Holzfußboden zu erhalten, ist die Schleifwalze langsam beim Vorwärtsbewegen der Parkettschleifmaschine abzusenken. Hierbei ist zu beachten dass die Schleifmaschine mit gleichmäßigem Vorwärtsschub bewegt wird. Am Ende einer Schleifspur ist die Schleifwalze rechtzeitig vor dem Richtungswechsel vorsichtig anzuheben. Der Rückwärtsschliff erfolgt in derselben Spur wie der Vorwärtsgang. Hinten angekommen, ist nach dem erneutem Abheben der Schleifwalze die nächste Spur um ca. zwei Drittel der Walzenbreite nach rechts zu versetzen. Der wichtigste Schliff ist der erste Schleifgang, hier wird die Oberfläche egalisiert. Wird der erste Schliff zu fein gewählt, so werden Unebenheiten im Holzfußboden lediglich angeschliffen.

Nach Beendigung des ersten Schleifganges müssen alle Unebenheiten im Parkettboden beseitigt sein. Ist dieses Ziel nicht erreicht worden ist ein weiterer Schleifgang mit groben Schleifbändern erforderlich. Die verbleibenden Randbereiche werden mit einer Randschleifmaschine geschliffen. Die Maschine wird dabei in kreisförmigen Bewegungen geführt. Der Randschliff erfolgt nach jedem Schleifgang.

Vor dem nächsten Schliff, dem Mittelschliff, ist der Fußboden mit einem Staubsauger gründlich zu reinigen. Der Mittelschliff sollte die Spuren des Grobschliffs beseitigt haben. Sollte es notwendig sein wird an dieser Stelle der Parkettboden mit eine speziellen Parkettspachtelmasse verkittet. Weil Schleifspuren des ersten Mittelschliffs und der überschüssige Fugenkitt mit der feinen Körnung des Feinschliffs oft nicht restlos zu beseitigen sind, empfiehlt sich ein zweiter Mittelschliff mit einer feineren Körnung.

Nach jedem Schleifgang ist der Parkettboden gründlich zu saugen. Dann kann mit dem Feinschliff begonnen werden. Die Schleifrichtung des Feinschliffs richtet sich nach dem Verlauf der Holzfaser und dem Lichteinfall.

Wenn besondere Ansprüche an die Oberfläche gestellt werden, kann der Parkettboden nach dem Feinschliff mit einer Einscheibenschleifmaschine und einem Schleifgitter bearbeitet werden. Vor der Verarbeitung von Parkettlacken sind die Herstellerhinweise und technischen Merkblätter genau zu studieren. Aus diesem Grund wird auf das Thema Versiegelung in einer anderen Anleitung eingegangen