Wissenswertes über Parkettschleifmaschinen

Entwicklung der Schleiftechnik für Parkettfußböden

Früher wurden Holzfußböden mit der Ziehklinge von Hand abgezogen bzw. gehobelt. Die ersten elektrisch betriebenen Parkettschleifmaschinen wurden in den USA gebaut. Bereits von dem ersten Weltkrieg wurden Schleifmaschinen nach Europa geliefert mir denen man Holzfußböden schleifen konnte. Walzenschleifmaschinen, bei denen man das Schleifpapier um eine Schleifwalze legen musste und danach dessen Enden in einen Schlitz in der Walze einführte und befestigte waren die ersten Modell von Parkettschleifmaschinen. Aufgrund der komplizierten Handhabung welche sehr Zeitraubend war konnte die Qualität der Arbeit sehr leicht dadurch gemindert werden, dass bei mangelnder Sorgfalt bei Aufspannen ein Wellenschliff produziert wurde oder durch sich ablösendes Schleifpapier Schäden verursacht wurden. Ein weiterer Nachteil dieser Parkettschleifmaschine war, das für das Aufspannen von groben Schleifpapiers der Schlitz in der Schleifwalze möglichst breit sein musste, was beim Arbeiten mit feinem Schleifpapier Probleme machte, da dieses nicht sicher eingespannt werden konnte. Alte Walzenschleifmaschinen welche die Staubemissionsvorschriften nicht erfüllen sollten nicht mehr verwendet werden. Frühere konventionelle Walzenschleifmaschinen wurden durch Bandschleifmaschinen abgelöst. Bei diesen Schleifmaschinen läuft ein Schleifband über eine Führungs- und eine Schleifwalze oder eine Schleifhülse wird auf eine Zentrifugalwalze geschoben. Der Vorteil der Bandschleifmaschine liegt in der höheren Standzeit der Schleifbänder sowie die weitgehende Vermeidung von Wellenschliff. Der Vorteil der Zentrifugalwalze ist das schnellere wechseln der Schleifhülse im Vergleich zum Aufspannen des Schleifpapiers. Durch die Rotation wird der Walzenmantel an die Schleifhülse gepresst was zur Folge hat das ein schöneres und gleichmäßigeres Schleifbild erzielt wird.

Moderne Bandschleifmaschinen, wie die Menzer 750 S,  die mit heutigen Schleifbändern ausgerüstet sind erreichen bei richtiger Arbeitsweise optimale Schleifbilder. Die Schleifleistung dieser Parkettschleifmaschinen ist erheblich höher als die von Walzenschleifmaschinen bzw. Zentrifugalwalzenschleifmaschinen. Heutzutage benutzt man zum schleifen von Parkettfußböden vor allem Bandschleifmaschinen oder Zentrifugalwalzenschleifmaschinen und große Tellerschleifmaschinen.

Für die Randbereiche und unter Heizkörpern setzt man kleine Tellerschleifmaschinen ein, so genannte Randschleifmaschinen wie die Menzer RSM150. Zum Nacharbeiten der Umkehransätze kann man Einscheibenschleifmaschinen wie die Menzer ESM 406 verwenden. Zum schleifen mit der Einscheibenschleifmaschine verwendet man Schleifscheiben, Schleifgitter oder Schleifpads. Tellerschleifmaschinen setzten sich immer mehr durchweil sie sowohl zum Nach- und Zwischenschleifen von Holzfußböden, schleifen von Estrichen und Spachtelmassen sowie dem Auftragen und Auspolieren von Parkettöl und Wachs verwendet werden können.

Auch Exenterschleifmaschinen können sehr gute Dienste leisten wenn es darum geht Umkehransätze zu beseitigen. Exenterschleifer welche einen dreieckigen Vorsatz besitzen eignen sich hervorragend zu schleifen von Ecken.