Spachtelmassen

Spachtelmassen

Die DIN 18365 schreibt für das verlegen von Bodenbelägen und Parkett entweder Unterlagen oder Spachtel vor. Verbessert werden sollen Unebenheiten die innerhalb der Toleranzen der DIN 18202 liegen. Vor dem Verkleben von Parkett mit Dispersionsklebstoffen müssen Nichtsaugende Untergründe z.B. Gussasphalt gespachtelt werden um das Wasser des Klebers aufnehmen zu können. Die Dicke der Spachtelmasse die aufgetragen werden muss sollte mindestens 2 mm betragen. Spachtelmassen werden je nach Schichtdicke unterteilt in:

0 – 3 mm Spachtelmassen

3 – 8 mm Ausgleichsmassen

8 – 20 mm Nivelliermasse

Im Regelfall verwendet man Kunststoffmodifizierte, Zementgebundene Universal Spachtelmassen für den Bereich 0 – 10mm. Für bestimmte Anforderungen sind Spezialspachtelmassen in großer Auswahl erhältlich. Es ist aber auch möglich durch Zugabe von Kunststoffdispersionen die Spachtelmasse für bestimmte Anforderungen zu vergüten wie das leitfähige Verlegen von Bodenbelägen bzw. elastisch für den Einsatz auf schwimmend verlegten Fertigteilestrichen. Die Qualität der Spachtelmassen wird nicht in jedem Fall verbessern sondern es werden zusätzliche Eigenschaften geschaffen die unter Umständen zu Lasten der anderen Eigenschaften gehen. Aus diesen Gründen sollte eine Vergütung nur vorgenommen werden wenn eine benötigte Anforderung nicht durch die Universal Spachtelmasse erbracht werden kann.

Mit einem elektrischen Rührgerät wird die pulverförmige Spachtelmasse bei einer Drehzahl von 600 Umdrehungen pro Minute im vorgeschriebenen Verhältnis klumpenfrei angerührt. Mit der Spachtelkelle oder einem gezahnten Rakel wird die fertig angerührte Spachtelmasse aufgetragen.

Bis zum Abbinden muss die frische Spachtelschicht vor Zugluft geschützt werden da ein zu schneller Entzug des Wassers zu einem Verbrennen der Spachtelmasse führen kann. Zwischen dem Auftragen der Spachtelmasse und dem Verkleben des Fußbodenbelages oder des Parkettbodens sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Auf jeden Fall sollten die Vorschriften der Hersteller eingehalten werden da zu kurze Trockenzeiten die Festigkeit der Spachtelmasse erheblich mindert.

Eingearbeitete Estrichrandstreifen dürfen erst nach dem spachteln der Ausgleichsmasse entfernt werden weil sonst in die entstandenen Randfuge Spachtelmasse eindringen würde und Schallbrücken entstehen würden. Bei glänzenden elastischen Bodenbelägen wie zum Beispiel Korkparkett oder Designbeläge aus Vinyl, unter denen man im Gegenlicht jeden Kellenschlag vom Spachteln sieht ist es sinnvoll die gespachtelte Fläche mit einer Tellerschleifmaschine wie der Menzer ESM 406 zu schleifen. Wir empfehlen eine Körnung 40.